Märchen & Sagen,  Traditionen

Wassail – Apfelsegen

Die Obstbäume wachrütteln

Nach der Wintersonnwende und der Raunächtezeit wird die Kraft des Lichtes wieder täglich stärker. Allmählich erwacht auch in den Pflanzen wieder die Lebenskraft.

Einer der eher vergessenen Bräuche rund um diese Wendezeit ist der Apfelsegen Wassail. Ich bin durch meine Schamanen-Freundin Cornelia Fey darauf aufmerksam geworden. Sie schreibt:

„Draußen auf den Feldern in den Obstgärten schläft der Geist des Apfelbaums tief in der Erde, zurückgezogen in seine Wurzeln. Der Apfelbaum begleitet die Menschheit schon sehr lange und vermutlich haben unsere Vorfahren im Winter nach den Raunächten ein Fest für den Apfelbaum veranstaltet: mit einem Feuer, Apfelpunsch und vielen anderen Köstlichkeiten aus Äpfeln. Sie haben gefeiert, gesungen und gelacht – einfach Leben und Licht zum Apfelbaum getragen.“

https://www.facebook.com/events/553766208548912

Cornelia feiert jedes Jahr auch ein Wassail-Ritual: holunder-frau.de/2017/01/02/apfelsegen-wassail

Der Apfelsegen ist als Tradition aus England bekannt, wo Wassail heute noch gefeiert wird. Vermutlich gibt es jedoch auch bei uns Wurzeln eines solchen Brauches. Es sind Frau Holle oder die Lichtgöttin Brigid, die die Bäume im Frühjahr wachrüttelt. Den Überlieferungen nach geschieht dies am Dreikönigstag, zu Imbolc bzw. Lichtmess am 1./2. Februar oder auch noch später zum Frühlingsbeginn.

Wie auch immer – ich finde diesen Brauch ganz wunderbar und wir können ja heute einen Weg finden, wie er für uns passt. Letztlich kommt es ja immer auf unser Herz und unsere Absicht an, nicht auf die konkrete Form, wie solch ein Segen praktiziert wird.

Viel Freude mit dem Apfelsegen! 🙂

Alles Liebe
Karin Myria


Quellen:

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