Rituale & Orakel

Wetterorakel

Die einzelnen Tage der Raunachtzeit können auch für ein Wetterorakel genutzt werden.

Dabei steht die …

  1. Raunacht (25. Dezember) für den Januar des neuen Jahres,
  2. Raunacht (26. Dezember) für den Februar,
  3. Raunacht (27. Dezember) für den März,
  4. Raunacht (28. Dezember) für den April,
  5. Raunacht (29. Dezember) für den Mai,
  6. Raunacht (30. Dezember) für den Juni,
  7. Raunacht (31. Dezember) für den Juli,
  8. Raunacht (1. Januar) für den August,
  9. Raunacht (2. Januar) für den September,
  10. Raunacht (3. Januar) für den Oktober,
  11. Raunacht (4. Januar) für den November und die
  12. Raunacht (5. Januar) für den Dezember.

So wie das Wetter an den einzelnen Raunächten ist, so soll der entsprechende Monat im neuen Jahr werden.

Bauernregeln rund um die Raunächte

Es gibt auch zahlreiche Bauernregeln zum Wetter in den Raunächten.

Hier einige Beispiele:

  • 21.12. Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.
  • 24.12. Ein grüner Christtag, ein weißer Ostertag.
  • 25.12. Ist´s windig in den Weihnachtstagen, sollen viel Obst die Bäume tragen.
  • 26.12. Windstill muss St. Stephan sein, soll der Nächste Wein gedeih’n.
  • 28.12. Habens die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald.
  • 29.12. Wie das Wetter heute, so ist es im Mai.
  • 31.12. Silvesternacht wenig Wind und Morgensonn, gibt Hoffnung auf Wein und Korn.
  • 01.01. Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • 02.01. Wie der Basillus, so der September.
  • 04.01. Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.
  • 06.01. Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr.

Sind Wetterregeln nur Aberglaube?

Bauernregeln sind uralte Überlieferungen, die sich seit vielen Jahrhunderten halten. Um ihre Zuverlässigkeit überprüfen zu können, muss man jedoch die Entstehungszeit und die Region, in der sie entwickelt worden sind, berücksichtigen.

Dazu ist auf Wikipedia nachzulesen:

Früher war die vorherrschende Lehrmeinung, dass Bauernregeln nur selten richtig liegen. … Als man Ende des 20. Jahrhunderts begann, sie auch statistisch zu überprüfen und dabei auf das Entstehungsgebiet der jeweiligen Regel achtete, stellte man fest, dass Bauernregeln als Erfahrungswerte relativ häufig zutreffen. Wie Jörg Kachelmann im Jahr 2004 mehrfach in Fernsehinterviews zu bedenken gab, muss die Entstehungszeit jeder Regel und eine eventuelle Verschiebung des Kalendariums seither in Betracht gezogen werden – denn die Einführung des Gregorianischen Kalenders hat viele alte Bauernregeln „aus dem Tritt gebracht“. Berücksichtige man das jedoch, seien viele regionale Regeln von erstaunlicher Zuverlässigkeit. (Quelle: wikipedia.org/wiki/Bauernregel)

Übrigens sind schon im Neuen Testament Wetterregeln zu finden:

„Außerdem sagte Jesus zu den Leuten: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so. Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein“ (Lukas 12,54-55 EU). (Quelle: wikipedia.org/wiki/Bauernregel)

Spannend ist es auch, die Wetterereignisse mal über einige Jahre aufzuschreiben und dann miteinander zu vergleichen.

Viel Freude dabei!

Alles Liebe
Karin Myria


(© Text: Karin Myria Pickl, Foto: pixabay)

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